Nachrichten-Update vom 10. Juli: Laut dem ausländischen Automobilmedium Motor1 hat der Volkswagen-Konzern am 9. Juli (Pekinger Zeit) in einer offiziellen Pressemitteilung einen umfassenden Downsizing-Plan vorgestellt, der sofort in Kraft tritt.
Im Rahmen des neuen Programms wird jede Marke innerhalb der Gruppe ihre Modellpalette um bis zu 50 % kürzen. Das gesamte bestehende Produktportfolio kann halbiert werden, sodass nur noch Fahrzeuge für die attraktivsten Marktsegmente übrig bleiben.
Für die verbleibenden Modelle wird zudem das Angebot an Sonderausstattungen drastisch reduziert, wobei die verfügbaren Konfigurationen um bis zu 75 % reduziert werden. Der Konzern gab an, dass er Produkte und Technologien priorisieren wird, die den Kunden den größtmöglichen Mehrwert bieten und die höchsten Erträge für das Unternehmen erwirtschaften, und Ressourcen auf Modelle mit hohem Volumen und gesünderen Gewinnmargen verlagern wird.
Laut IT Home wurden mehrere Modelle bereits eingestellt oder sollen eingestellt werden. Der SUV Touareg und der MPV Touran sind aus dem Markt ausgeschieden, während die Produktion des T-Roc Cabriolet voraussichtlich im Jahr 2027 eingestellt wird. Bei Audi sind die Einstiegs-Kompaktwagen A1 und der kompakte Crossover Q2 kürzlich ausgelaufen. Zuvor waren der Sportwagen TT, der Supersportwagen R8 und der Q8 e-tron nacheinander aus der Produktion gegangen. Bei Porsche wurden der 718 Boxster und der 718 Cayman im vergangenen Oktober eingestellt und die erste -Generation des Macan wird Ende dieses Monats endgültig vom Band rollen.
Der Volkswagen-Konzern hat außerdem seine jährliche Produktionskapazität auf 9 Millionen Einheiten reduziert, was weit unter dem Niveau vor der Pandemie liegt. Der Konzern investierte einst viel, um die Gesamtkapazität auf rund 12 Millionen Fahrzeuge zu erhöhen, doch nach dem Ausbruch von COVID-19 wurden 2 Millionen Kapazitätseinheiten gestrichen.
Dennoch weigerte sich der Konzern, sich zu Berichten zu äußern, wonach vier deutsche Fabriken von Schließungen bedroht sein könnten. Das deutsche Wirtschaftsmagazin Manager Magazin berichtete Ende Juni, dass Volkswagen die Schließung von Werken in Zwickau, Emden, Hannover und Neckarsulm plant und erwägt, die geplanten Entlassungen von zuvor angekündigten 50.000 auf 100.000 Mitarbeiter auszuweiten. Von offizieller Seite gab es keine Stellungnahme zu möglichen Fabrikschließungen oder einem weiteren Stellenabbau über das Ziel von 50.000 hinaus.
